Silvester - Nachwehen
Das alte Jahr ist um und so mancher ist eben erst nachmittags aus seinem komatösen Zustand erwacht.
Der erste Griff mit verkaterten Gliedern und tränenden Augen gilt der Kippe:
"Mist, ich wollte ja aufhören zu rauchen".
Na egal, die Zigarette schmeckt sowieso noch nicht. Also wanken wir erst einmal mit schmerzendem Schädel, in dem gerade
eine Kesselpauke eine leise, anheimelnde Melodie anstimmt, in die Küche, um etwas gegen den Kater zu unternehmen.
Kühlschranktür auf, Milch und Rollmops raus und hinein damit. Schmeckt zwar widerlich, dafür hilft`s aber auch nicht. Egal.
Irgend etwas muß man ja tun. Die guten Vorsätze von 2007.... wie war das doch gleich? Was hatte man sich vorgenommen? Nebulöse Schemen
einer Erinnerung tauchen auf, setzen sich jedoch nicht so recht in Szene.
2 Tage später:
Alles ist wieder beim Alten, wir sind wieder in unseren Alltagstrott verfallen, latschen treu und brav auf Arbeit, lassen uns von den Politikern
ohne zu murren das Fell über die Ohren ziehen, arbeiten bis Juli erst mal wieder für Väterchen Staat, ertragen die steigenden Benzinpreise und schimpfen
über die Ölmultis, obwohl wir ja genau wissen, das der Staat die meiste Kohle kassiert. Es wird also wieder zur Tagesordnung übergegangen, bis zur nächsten
Jahreswende. Dann sind wir wieder alle fröhlich und starten Millionen Euro in den Nachthimmel um später zu jammern, wie teuer doch alles ist.