Weiß wie Schnee

Ein stummer Schrei hallt durch die Leere
Zerbricht wie Glas, zerschellt am Schmerz
Wie wenn das Leben nicht mehr wäre
Bleich ihre Haut, blutleer das Herz
Über ihren schwarzen Augen
Liegt ein graues Nebeltuch
Sie würden gern ans Leben glauben
Doch sie kennen nichts als Furcht

Viele Schnitte ward geschnitten
In ihr seidig-weiches Fleisch
Beständig weicht ihr Saft des Lebens
Tränkt ihr langes, schwarzes Kleid
Auf den Augen, stumpf und glanzlos,
Auf den Lippen, rot wie Blut,
Liegt bereits des Todes Atem
Erstickt die letzte Lebensglut

Frost`ger Hauch küsst ihre Lippen
Das laue Blut erstarrt im Wind
Eis legt sich auf ihre Rippen
Schnee bedeckt das bleiche Kind
Ihr schwarzes Haar tanzt in den Lüften
Schaukelt in des Windes Arm
Streichelt ihre zarten Hüften
Doch ihr Leib ist nicht mehr warm

 

 

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